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Uhrmacherkunst
Beschreibung
Es ist kein Geheimnis: Die Uhrenherstellung hat die Entwicklung des Kunsthandwerks, der Industrie und der Gesellschaft im Jurabogen stark beeinflusst. Ab dem 18. Jahrhundert verlagerte sich die in Genf entstandene Uhrenindustrie in dünn besiedelte Regionen wie das Vallée de Joux und den Neuenburger Jura. Während die Produktion zunächst auf dem Prinzip der "Établissage" (Zusammenbau von zugekauften Komponenten) beruhte, wurden in der Folge unter dem Druck von amerikanischen Fabriken auch in der Schweiz standardisierte Produktionsstätten eingerichtet. Gleichzeitig entstanden die ersten grossen Uhrmacherschulen. Im 20. Jahrhundert wurde die Entwicklung der Schweizer Uhrenindustrie durch zwei aufeinanderfolgende Krisen geprägt, gefolgt von der Durchsetzung eines von den Banken und vom Gesetz geschützten Kartells (Uhrenstatut) und der Entstehung von grossen Uhrenkonzernen. In den Tälern des Juras nahm die Entwicklung der Uhrenherstellung indessen einen besonderen Verlauf: Obwohl sich das amerikanische Produktionsmodell praktisch in der ganzen Schweiz verbreitete, blieb die fragmentierte Uhrenproduktion im Jura bestehen, und selbst kleine unabhängige Manufakturen konnten ihren Fortbestand sichern. Die unzähligen Kleinbetriebe mit sehr hoher Wertschöpfung sind bis heute unerlässlich für die Herstellung von Luxusuhren, mit denen sich die Schweiz weltweit einen hervorragenden Ruf erworben hat. Die Präzision und die einzigartigen Kompetenzen und Fertigkeiten der Uhrmacher schaffen die Voraussetzungen, mit den Schweizer Uhren ein ganz besonderes Image zu verbinden, das auf Luxus und erstklassiger Qualität beruht.
Bildergalerie
Referenzen und Dossier
- Publikationen
Catherine Cardinal (Ed.) : L’homme et le temps en Suisse, 1291-1991. La Chaux-de-Fonds, 1991
Pierre-Yves Donzé : Histoire de l’industrie horlogère suisse, de Jacques David à Nicolas Hayek (1850-2000). Neuchâtel, 2009
Estelle Fallet, Alain Cortat : Apprendre l’horlogerie dans les montagnes neuchâteloises, 1740-1810. La Chaux-de-Fonds, 2001
Estelle Fallet, Antoine Simonin (Ed.) : Dix écoles d’horlogerie suisses. Chefs-d’œuvre de savoir-faire. Neuchâtel, 2010
Patrick Linder : Au cœur d’une vocation industrielle. Les mouvements de montre de la maison Longines (1832-2007). Tradition, savoir-faire, innovation. Saint-Imier, 2007
Laurence Marti : La Grande Famille, pratiques, représentations et identités horlogères dans le Jura suisse. Thèse de doctorat en anthropologie et sociologie, Université Lumière Lyon, 1996
Laurence Marti : Invention de l’horloger. De l’histoire au mythe de Daniel JeanRichard. Lausanne, 2003
Michel Vermont (Ed.) : Théorie de la construction horlogère pour ingénieurs. Le Locle, 2006
- Dossier
- Savoir-faire horloger
description détaillée Letzte Änderung: 05.07.2012
Grösse: 1242 kb
Typ: PDF
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