Weihnachtsnovene in Morcote

In einigen Dörfern im Tessin werden die Glocken während der Weihnachtsnovene noch heute von Hand geschlagen. Besonders ist dieses Ritual im Dorf Morcote am Ufer des Luganersees. Hier wird der Brauch des Glockenschlagens mit dem Klöppel («biciocá» genannt) zum Moment des Zusammenseins, dank einem Raum mit Kamin, Tisch und Holzbänken im Glockenturm. Von 20 bis 23 Uhr versammeln sich die Freiwilligen und ihre Bekannten um den Tisch, um zu essen. Abwechslungsweise steigen sie auf den Turm und läuten die Glocken. Ihre Melodien sind einfach, aber festlich. Sie werden mündlich an die nächsten Generationen überliefert. Die Veranstaltung ist öffentlich und die immer zahlreicher werdenden Besucherinnen und Besucher kommen aus dem ganzen Tessin und dem nahen Italien. Zehn bis höchstens fünfzehn Leute setzen sich um den Kamin oder auf die Holztreppe, die zur Glockenstube führt. Dem Brauch entsprechend bringen alle, die den Glockenturm besuchen, etwas zu essen oder zu trinken mit: eine Flasche Wein, Luganighe oder ein Stück Käse.


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Kanton

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