Die Basler Herbstmesse wurde im Jahr 1471 zum ersten Mal durchgeführt, nachdem der Kaiser Friedrich III. der Stadt Basel das Messeprivileg «für alle Zeiten» erteilt hatte. Seither fand sie, mit fünf Ausnahmen aufgrund von Pandemien, jedes Jahr statt. 2020/2021 feierte sie ihr 550-jähriges Bestehen mit verschiedenen Jubiläumsaktivitäten.
Die Herbstmesse beginnt am letzten Samstag im Oktober um 12 Uhr mit dem viertelstündigen Läuten der Messglöcklein der Martinskirche. Der Glöckner wird für seine Arbeit mit einem Paar schwarze Wollhandschuhe entschädigt, in Anlehnung an die früher verbreitete Entlohnung von Diensten in Naturalien. Fürs Einläuten erhält er den linken Handschuh, den er für das auf dem Martinskirchplatz wartende Publikum gut sichtbar aus dem Turmfenster streckt und dazu in ein altes Horn bläst. Fürs Ausläuten zwei Wochen später bekommt er schliesslich den rechten Handschuh.
Während der zwei Messewochen prägen Vergnügungsbahnen und Spielgeschäfte für Gross und Klein, Confiserien, Verpflegungs- und Marktstände sowie bunt blinkende Lichter das Stadtbild. Für viele ist der grosse Krämermarkt auf dem Petersplatz mit dem traditionellen «Hääfelimäärt» in der Bernoullistrasse der Höhepunkt des Anlasses. Die Basler Herbstmesse ist die grösste und älteste Vergnügungsmesse der Schweiz und strahlt als eine der grössten Innenstadtmessen Europas weit in die Dreilandregion aus.