Decken und Reparieren von Dächern

Steindächer sind ein Merkmal der traditionellen Architektur des Sopraceneri und des nördlichsten Teils des Luganese, wo das Vorkommen von Gneis die Erstellung dieser Art von Dächern begünstigte. Die verwendeten schweren Platten, die allgemein als «piode» bezeichnet werden, sind von unterschiedlicher Grösse und Dicke. Das Decken und Reparieren der Dächer erfolgt von Hand durch Zimmerleute-Maurer, die im Dialekt als «teciatt» bezeichnet werden. Diese Handwerker haben sich direkt auf den Baustellen bei ihren älteren Kollegen ausgebildet, deren Erfahrung sie nutzen konnten. Die Steinplatten werden manuell mit dem Hammer in die gewünschte Form gebracht und ohne Befestigungen auf die starke Balkenlage des Dachs gelegt. Die Restaurierung von Steindächern erfordert noch immer ein ausgeprägtes handwerkliches Wissen: Da jedes Dach seine Besonderheiten aufweist, muss jeweils abgeklärt werden, welche Massnahmen getroffen werden sollen und welcher Steintyp sich eignet. Die Reparatur von alten Dächern wird von spezialisierten Zimmerleuten-Maurern, aber auch von Laien durchgeführt, die sich einige Fachkenntnisse angeeignet haben und dieser handwerklichen Tätigkeit hauptsächlich in ihrer Freizeit nachgehen.


Kategorie


Kanton


Detailbeschreibung

Publikationen

Giovanni Bianconi: Tessiner Dächer (Schweizer Heimatbücher 121). Bern, 1965

Giovanni Bianconi: Costruzioni contadine ticinesi, Locarno, 1983 (prima pubblicazione: 1982)

Centro di dialettologia e di etnografia (Ed.): Vocabolario dei dialetti della Svizzera italiana. Bellinzona, 1952-

Interviste (a cura di Alessandra Bobbià): Reto Cittadini (09.02.2011), Giuliano Strazzini (09.02.2011). Centro di dialettologia e di etnografia. Bellinzona

Giovanni Simonis: Manuale per la costruzione di tetti di beola. Milano, 1976

Schlagwörter

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