Der «Eierläset» ist ein altüberlieferter Frühlingsbrauch zum Vertreiben des Winters, den heute örtliche Turnvereine in zahlreichen Gemeinden der Kantone Aargau, Solothurn und Basel-Landschaft pflegen. Der Brauch, bei dem der möglichst schnelle Transport von vielen Eiern im Zentrum steht, wird in den verschiedenen Ortschaften in unterschiedlichen Varianten ausgeführt. In den Baselbieter Dörfern steht der spielerische Wettkampf zwischen Turnvereinen, Kindergruppen und Plauschmannschaften im Zentrum. An anderen Orten treten jeweils ein Läufer oder eine Reiterin, als Vertretung des Winters, sowie ein Eieraufleser oder eine Eieraufleserin, als Vertretung des Frühlings, gegeneinander an. Ziel ist es, dass der Eieraufleser oder die Eieraufleserin alle auf einer Bahn mit Sägemehlhaufen ausgelegten Eier aufgesammelt hat, bevor der Läufer respektive die Reiterin die vorgegebene Strecke zurückgelegt hat. Falls der den Winter repräsentierende Läufer oder die Reiterin etwas zu schnell unterwegs ist, wird gelegentlich korrigierend eingegriffen, um sicherzustellen, dass der Eieraufleser oder die Eieraufleserin als Frühling auch sicher siegt. In einigen wenigen Gemeinden des Kantons Aargau gibt es Varianten des Eierläset mit aufwändig gestalteten Figuren wie beispielsweise dem «Schnäggehüsler», dem «Stächpälmler» oder dem «Eierpfarrer». Auch diese repräsentieren jeweils den Winter oder den Frühling, oder sie walten als Vertretung der öffentlichen Ordnung im wilden Kampf zwischen den beiden Gruppen. Der Eierläset endet meist mit einem Festbetrieb für die ganze Dorfbevölkerung, wo die Eier auf unterschiedliche Art zubereitet werden und der bevorstehende Frühling gefeiert wird.
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Eierläset (PDF, 431 kB, 31.05.2018)Ausführliche Beschreibung
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