*Aufgenommen in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO
Ein Ritterturnier von 1376 ist als ältester Fasnachtsanlass in Basel dokumentiert. Seither hat sich die Basler Fasnacht stetig verändert. In ihrer heutigen Form besitzen die «drei scheenschte Dääg», wie die Fasnacht in Basel genannt wird, eine grosse Ausstrahlung, weit über die Stadt hinaus. Am Montag nach Aschermittwoch um vier Uhr morgens versammeln sich Baslerinnen und Basler sowie aus der Nähe und Ferne angereiste Besuchende. Gespenstig still ist es in der völlig dunklen Innenstadt, bevor der Tambourmajor den Marschbefehl «Morgestraich: Vorwärts, marsch!» gibt und die kostümierten Trommlerinnen und Trommler sowie Pfeiferinnen und Pfeifer die Fasnacht mit ihrem Spiel eröffnen. Einzig die bunt bemalten Laternen, auf Wagen transportierte Zuglaternen sowie kleinere Kopf- und Steckenlaternen, bringen etwas Licht in die dunkle Stadt. Am Montag- und Mittwochnachmittag werden an den sogenannten «Cortèges», zwei grossen Umzügen durch die Innenstadt, von rund 11’000 kostümierten Teilnehmenden unzählige «Sujets» zur Schau gestellt. Der Dienstag gehört dem Maskentreiben der Kinder und den Guggenmusiken. Eine besondere Rolle kommt an der Basler Fasnacht den rund hundert Schnitzelbank-Gruppierungen zu, die ihre bebilderten Spottverse in den Restaurants und Fasnachtskellern der Stadt vortragen. Die Basler Fasnacht endet nach genau 72 Stunden am Donnerstagmorgen um vier Uhr mit einem abschliessenden Marsch oder Musikstück, dem «Endstraich».
Detailbeschreibung
Basler Fasnacht (PDF, 400 kB, 09.01.2026)Ausführliche Beschreibung
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Sekretariat Fasnachts-Comité